Freiwillig gehen – Wer entscheidet über das eigene Sterben?

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir das Thema assistierter Suizid in Deutschland unter die Lupe: Was bedeutet Selbstbestimmung am Lebensende wirklich, und wie sieht die aktuelle Rechtslage aus? Gemeinsam mit Dr. Sarah Kölzer und Peter Jan Chabiera aus dem Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt diskutieren wir in der Folge über das Bundesverfassungsgerichtsurteil, die gesellschaftlichen Tabus und die Herausforderungen für Ärzt:innen, Angehörige und Betroffene. Wir beleuchten, warum die Motive für einen Sterbewunsch juristisch keine Rolle spielen dürfen und wie schwierig es ist, echte Freiverantwortlichkeit festzustellen. Außerdem erfahren wir, welche Fragen und Unsicherheiten in der Praxis entstehen und wie Forschung und Zusammenarbeit mit Behörden helfen können, Suizidprävention zu verbessern. Unsere Gäste geben Einblicke in aktuelle Zahlen, Praxis und zeigen auf, was sich politisch und gesellschaftlich ändern muss.

Urteil des Bundesverfassungsgericht

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/02/rs20200226_2bvr234715.html

Telefonseelsorge

https://www.telefonseelsorge.de/

Kriseninterventionsteams (KIT)

https://leitbegriffe.bioeg.de/alphabetisches-verzeichnis/psychosoziale-notfallversorgung-psnv/

FraPPE - Frankfurter Projekt zur Prävention von Suiziden mittels Evidenz-basierter Maßnahmen

https://frappe-frankfurt.de/#suizidalitaet

frans-hilft.de

https://www.frans-hilft.de

Bundestagsdebatte über Sterbehilfe

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/sterbehilfe-529962

Institut für Rechtsmedizin München - Assistierte Suizide in München

https://epub.ub.uni-muenchen.de/126204/1/s00194-024-00715-7.pdf

Kommentare (1)

Holger

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Ein unglaublich wichtiger und sehr gut gemachter Podcast. Wer die Geduld mitbringt, sich auf die ausführlichen Gespräche einzulassen, wird reich belohnt. „Lebensmüde?! Gespräche über Suizid und Todeswünsche“ macht Mut, sich mit den Themen des Lebens auseinanderzusetzen – und dabei das zutiefst Menschliche zu entdecken. Ja, die Folge ist lang, aber genau das macht sie so wertvoll: ehrlich, gründlich und notwendig. Für alle, die sich bisher noch nicht mit den Themen Suizidprävention oder Sterbehilfe beschäftigt haben, ist das hier ein idealer Einstieg – respektvoll, informativ und berührend. Ich finde den Podcast so bedeutend, dass ich ihn gerne auf meinem Mental-Health-Blog vorgestellt habe – dort berate ich Menschen, die sich mit dem Thema Freitod auseinandersetzen.

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